Bürgermedaille der Gemeinde Genderkingen

Geschaffen mit Satzung vom 14. Juli 2004 in den Stufen "Silber" und "Gold"

Bisher einzige Verleihung in Gold: 24. April 2008 an Johann Schilke
(Verleihungen in Silber sh. unten)

Verabschiedung des langjährigen Bürgermeisters
Johann Schilke ist der erste Träger der Bürgermedaille in Gold

Mit einem Festakt wurde Erster Bürgermeister Johann Schilke nach 30 Jahren nicht nur mit dem Ehrentitel "Altbürgermeister" aus dem Amt verabschiedet. Dem erfolgreichen Gemeindechef wurde als erste Person die Bürgermedaille in Gold verliehen. Im Kreise der "Weggefährten" von Bürgermeister Schilke wurde eine Ära der Gemeindegeschichte feierlich abgeschlossen. 2. Bürgermeister Kurt Klebl stellte eingangs seiner Laudatio fest, dass Johann Schilke sein Amt nie als Last, sondern als Verpflichtung gegenüber der Gemeinde und seinen Bürgern empfand. Und der Goethe-Spruch, den Schilke selbst zum Rathaus-Neubau verwendete, charakterisiere ihn sehr gut: "Wer freudig tut und sich des Getanen freut, ist glücklich".

Klebl verzichtete bewusst auf eine Aufzählung der in drei Jahrzehnten verwirklichten Projekte, sondern stellte heraus "Mit seiner moderaten Art hat er dafür gesorgt, dass im Gemeinderat ein kollegiales Klima herrschte und stets das Beste für die Gemeinde und ihre Bewohner gesucht wurde." Kinder- und familienfreundlich, modern, lebenswert und vorausschauend sei die Kommune gestaltet worden – eine geschätzte Gemeinde, geleitet von einem loyalen und in Nachbarschaft und Landkreis als verlässlich anerkannten Partner. Das abgewandelte Kennedy-Wort "Fragt nicht, was eure Gemeinde für euch tun kann, fragt, was ihr für eure Gemeinde tun könnt" fasse das 36-jährige Wirken von Schilke zusammen.

"Hinter einem erfolgreichen Mann steht eine große Frau", mit dieser Aussage dankte Kurt Klebl, verbunden mit einem Blumenstrauß, der Ehefrau Hedwig Schilke und stellte die Unterstützung der Familie heraus. Einen Traum, wie es Bürgermeister Schilke anschließend bestätigte, erfüllten anschließend Kurt Klebl und 3. Bürgermeisterin Gabriele Scherer, als sie ein Aquarell des neugestalteten Dorfplatzes (einschließlich Gasthof Schilke) von Christa Knittl namens der Gemeinde als Abschiedsgeschenk überreichten.

Landrat Stefan Rößle stellte die unterschiedlichen Gefühle bei der Verabschiedung heraus: große Dankbarkeit, Spannung, wie es weiter geht, aber auch etwas Wehmut. Schilke bezeichnete er als innovativen und ausdauernden Bürgermeister. Rains Erster Bürgermeister Gerhard Martin stellte namens der Kollegen heraus, dass Bürgermeister Schilke noch die Gründung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) mitgemacht habe. Geprägt von menschlichem Umgang, Ideen und Kompromissfähigkeit habe er zum Erfolg von VG und Schulverbänden maßgeblich beigetragen. Oberndorfs Bürgermeister Hubert Eberle lobte die geräuschlose ("wie das Wasser") und effiziente Zusammenarbeit im Wasserzweckverband zum Wohle der Verbraucher.

Pfarrer Paul Großmann stellte, auch namens von Pfarrer Werner Gottwald, das wertorientierte Denken und Handeln von Johann Schilke heraus, das seine Früchte auch in Zusammenarbeit mit der Kirche trug, besonders augenfällig an der Dorfplatzgestaltung, die zur Kirche hin führt. Magda Hermann, Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, dankte namens der Ortsvereine dem scheidenden Bürgermeister für mannigfaltige Unterstützung, Optimismus und Verlässlichkeit: "Die Vereine hatten für Bürgermeister Schilke hohen Stellenwert als Träger des kulturellen Lebens", stellte sie fest. Franz Wagner von den Donau-Lech-Bläsern spannte, auch als persönlicher Freund, den Bogen über die erste Generation Vereinsgeschichte (seit 1971),die fast identisch ist mit der Zeit des kommunalen Wirkens von Johann Schilke.

In den vergangenen Jahrzehnten seien Meilensteine gesetzt worden, führte der designierte Bürgermeister Roland Dietz aus und bezeichnete die Baumpflanzung wenige Tage zuvor auf dem Schulgelände als bewegenden Moment. Dietz dankte für die "Lehrjahre" als Gemeinderat und für die Unterstützung schon im Vorfeld der Amtsübergabe. In seinen ausführlichen Schlussworten sprach Johann Schilke allen Weggefährten seiner Amtszeit großen Dank aus und verband dies mit der Erinnerung an gemeinsame Erfolge und Episoden, insbesondere Gemeinderat, örtliche Vereine, Nachbargemeinden, Landkreis, Verwaltungsgemeinschaft, Schulen, Kreditinstitute, örtliche Firmen, staatliche Dienststellen, Wasserzweckverband Nürnberg, Lechwerke und die Gemeinde-Mitarbeiter. Mit einem "Comeback" von Johann Schilke bei den Donau-Lech-Bläsern ging es zum gemütlichen Teil über: unter Dirigent Christian Wiemer zeigte der scheidende Bürgermeister seine Qualitäten als Schlagzeuger.

24. April 2008, Bericht und nachfolgende Bilder von Adalbert Riehl


Zum Abschied verlieh die Gemeinde Genderkingen ihrem 30 Jahre amtierenden Ersten
Bürgermeister Johann Schilke (rechts) die goldene Bürgermedaille; 2. Bürgermeister Kurt
Klebl überreichte Urkunde und Medaille.

Ein "erträumtes" Geschenk erhielt Genderkingens scheidender Bürgermeister Johann Schilke
(rechts) von seinen Stellvertretern Gabriele Scherer und Kurt Klebl: ein Aquarell des neu
gestalteten Dorfplatzes von Christa Knittl.

Landrat Stefan Rößle

1. Bürgermeister Gerhard Martin, Rain

1. Bürgermeister Hubert Eberle, Oberndorf

Pfarrer Paul Großmann

Magda Hermann gratulierte namens der Ortsvereine.

Abschließend betätigte sich Bürgermeister Schilke als Schlagzeuger der Donau-Lech-Bläser.

 

Bisherige Verleihungen in Silber:

1) Am 05. Januar 2005 an Reinhold Hofmann


Erste Verleihung der Bürgermedaille, von links 3. Bürgermeisterin Gabriele Scherer,
1. Bürgermeister Johann Schilke, Reinhold Hofmann, 2. Bürgermeister Kurt Klebl.

Pressebericht in der Donauwörther Zeitung vom 08. Januar 2005
 

Zum 80. Geburtstag neu geschaffene silberne Bürgermedaille
für Altbürgermeister Reinhold Hofmann
Genderkingen (bih). Salutschüsse der Böllergruppe der "Heiterkeit"-Schützen, eine  Gratulationscour der Vereine und eine besondere Ehrung: Der 80. Geburtstag ihres Altbürgermeisters Reinhold Hofmann war den Genderkingern einiges wert. "Sie haben Bürgersinn im besten Sinn bewiesen", brachte es dann auch Vize-Landrat Franz Oppel auf den Punkt. Als erstem Bürger verlieh die Lechgemeinde Hofmann die silberne Bürgermedaille.

Zunächst gratulierten dem Jubilar bei einem Empfang im Bürgerheim die Donau-Lech-Bläser: mit Wunschmelodien und launigen Worten von Franz Wagner. Hofmann habe sich um den Musikverein verdient gemacht, weil er ihn als Triebfeder seinerzeit ins Leben gerufen habe. Darüber hinaus sei er Gründungsvorsitzender gewesen, habe neun Jahre in der Führungsspitze gewirkt und sei einziges Ehrenmitglied des Vereins.

In die Reihe der Gratulanten reihten sich Schützenmeister Werner Furthmeir ("Sie sind fast die Hälfte ihres Lebens Mitglied im Schützenverein"), Waldemar Kalchgruber von den Rainer Jagdhornbläsern ("Der Jubilar ist seit 42 Jahren bei den Jägern engagiert") sowie die Mitglieder des Männergesangvereins ein.

Bürgermeister Johann Schilke ließ die Lebensstationen Hofmanns Revue passieren. Dieser habe nach dem zweiten Weltkrieg in seiner neuen Heimat schnell Wurzeln geschlagen, mit 27 Jahren in die Kommunalpolitik eingestiegen und von 1972 bis 1978 "in einer schwierigen Zeit" Bürgermeister gewesen. Nicht nur für die Kommune, auch für die Genderkinger Vereine habe Hofmann "Großartiges" geleistet.

In Hofmanns Bürgermeister-Zeit seien schwere Entscheidungen gefallen und zukunftsorientierte Projekte verwirklichen zu gewesen: die Schaffung eines neuen Sportgeländes, der Bau einer Abwasseranlage ("die bisher größte Gesamtmaßnahme der Gemeinde"), die Errichtung eines neuen Pfarrhofs wie auch Kindergartens, die Gründung eines Schulverbandes und die Aufstellung eines Flächennutzungsplanes. Auch habe Hofmann neue Baugebiete ausgewiesen, die Verhandlungen über ein Wasserschutzgebiet geführt sowie bei der Gebietsreform die Interessen Genderkingens zu vertreten gehabt. Schilke erinnerte an den Bau eines Hauses für die Feuerwehr sowie des Bauhofs.

Der Bürgermeister überreichte seinem Vorgänger die Medaille, eine dazu gehörige Ehrennadel sowie ein Geburtstagspräsent. Assistiert wurde er dabei von seinen Stellvertretern Kurt Klebl und Gabi Scherer. Schließlich bat Schilke den Jubilar noch um einen Eintrag ins Gästebuch der Kommune. Schilke: "Das ist für die Gemeinde ein wichtiger Tag." Die Vorbildfunktion Hofmanns strich Franz Oppel heraus, der auch in seiner Eigenschaft als Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetags gekommen war. Der Altbürgermeister habe sich gerne für die Gemeinschaft eingesetzt, das Miteinander gesucht und damit die Harmonie im Ort geprägt. Hinzu seien große Herausforderungen gekommen, die er mit Bravour gemeistert habe. Das verdiene Dank, Wertschätzung und Anerkennung. Für das Bürgermeister-Kollegium beglückwünschte den Jubilar Holzheims Bürgermeister Robert Ruttmann. "Wer der Allgemeinheit dient, dient einem gestrengen Herren", zitierte Ruttmann einen Spruch am Holzheimer Rathaus. Und gerade deshalb sei es mehr als eine Pflicht, einem so verdienten Altbürgemeister dafür zu danken, "dass er an vorderster Front viel Kraft geopfert hat".

 

2) 20. Dezember 2005 an Karl Wiest


Verleihung der Bürgermedaille in Silber an Karl Wiest (rechts)
durch 1. Bürgermeister Johann Schilke

Pressebericht in der Donauwörther Zeitung:

Bürgermedaille für Karl Wiest

Genderkingen (arh).

In der Jahresschluss-Sitzung des Gemeinderates wurde dem ehemaligen Gemeinderatsmitglied Karl Wiest die Bürgermedaille in Silber mit Ehrennadel verliehen. Erster Bürgermeister Johann Schilke würdigte in seiner Ansprache die Verdienste des Ausgezeichneten in seinen jahrzehntelangen ehrenamtlichen Tätigkeiten und dankte ihm für die langjährige Unterstützung als Gemeinderat. Karl Wiest gehörte dem Gremium 30 Jahre lang – von 1972 bis 2002 – an. Dabei hatte er 12 Jahre, ab 1990, noch das Amt des 3. Bürgermeisters inne und fungierte längere Zeit als Schriftführer bei den Ratssitzungen.

Besonderen Dank sprach Gemeindeoberhaupt Schilke dem neuen Bürgermedaillenträger für die Aufgeschlossenheit bei den zurückliegenden Baumaßnahmen wie Bürgerhaus, Dorfplatz und Rathaus aus. Für den amtierenden Gemeinderat stelle, so Bürgermeister Schilke, Karl Wiest ein Vorbild dar, der unter dem Motto handelte "Tue Recht und scheue niemand".

Karl Wiest war vielfach ehrenamtlich für die Ortsgemeinschaft tätig, unter anderem als 1. Vorsitzendes des Sportvereines Genderkingen. Noch heute bekleidet er das Amt als Vorstan des Männergesangvereins "Frohsinn".

Der gesamte Gemeinderat gratulierte Karl Wiest zu seiner Auszeichnung. Der erste Träger der Bürgermedaille, Altbürgermeister Reinhold Hofmann, der vor einem Jahr von der Gemende ausgezeichnet wurde, hielt noch eine Laudatio auf seinen ehemaligen Ratskollegen. Im Anschluss wurde im Gasthaus Schilke noch der Jahresabschluss gemeinsam gefeiert.

14.01.2009 / AR